Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sucht externe Berater für zentrale Aufgaben der Wirtschaftspolitik.
Die EU-weite Ausschreibung auf der e-Vergabeplattform des Bundes heißt: „Rahmenvereinbarung Strategische Top-Management-Beratung für die Behördenleitung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)“. Sie wurde am 31. März 2026 veröffentlicht und läuft am 14. April 2026 aus. Die Berater sollen bei Themenfeldern wie Rohstoffsicherheit, Zukunftstechnologien und Souveränität, außenwirtschaftlicher Sicherheit und industrieller Transformation Analysen und Diskussionspapiere für das Ministerium erarbeiten. Die Zusammenarbeit wird auf „kurzfristige Ad-hoc-Beratung“ begrenzt.
Bei einem ausgeschriebenen Bedarf von 9.000 Stunden pro Jahr und definierten Quoten, wie viel der Arbeit durch die höheren Positionen des Unternehmens durchgeführt werden soll, errechnen sich Kosten von mindestens 2 Millionen Euro. Die Laufzeit der Zusammenarbeit beträgt zwei Jahre, kann aber um zwei weitere Jahre verlängert werden.
Laut Nachrichtenmagazin Spiegel beschweren sich Mitarbeiter des Ministeriums, dass der Behörde Aufgaben „weggenommen“ würden. Die ausgelagerten Tätigkeiten seien „das Herzstück der Verwaltung“ nd „originäre ministerielle Kernaufgaben“. In der Pressestelle des Wirtschaftsministeriums heißt es dagegen gegenüber dem Magazin, dass die ausgeschriebenen Tätigkeiten von niemandem im Ministerium erbracht werden könne.